Selinas Einzug war mit vielen Hindernissen verbunden.
Die Initiative Lebenstiere bekam eine Anfrage für ein junges Zwergzebu. Der kleine Furby suchte ein neues Zuhause. Seine Herde sollte aufgelöst oder zumindest verkleinert werden und für Furby war die Schlachtung vorgesehen. Seine Mutter hatte ihn verstoßen und er war mit der Flasche aufgezogen worden. Eine engagierte Helferin, die ihr Pferd dort untergebracht hatte, kümmerte sich um Furby und fragte über Umwege nach einem Lebensplatz. Wir sagten zu.
Zusätzlich fragten wir beim abgebenden Betrieb, ob es noch eine ältere Zebukuh in der Herde gibt, die ihnen am Herzen liegt und die sie ablösefrei mit auf die Reise zu uns schicken möchten. Die gab es. So bekam Zebukuh Selina auch eine Platzzusage bei uns.
Doch kurz vor dem Umzug wurde das Gebiet, wo Furby und Selina wohnten zum Sperrgebiet erklärt, weil in der Umgebung die Blauzungenkrankheit ausgebrochen war. Die beiden durften also nicht zu uns.
Eine Impfung, mit der sie hätten reisen können, war nicht verfügbar. Also hieß es Warten.
Doch dann wurde das Sperrgebiet ausgeweitet und unsere Region gehört nun auch dazu.
Von Sperrgebiet zu Sperrgebiet ist ein Umzug erlaubt und so kamen die beiden nun auf Stoppels offenem Lebenshof an.
Selina ist möglicherweise tragend, so dass evtl. noch ein Zebukalb geboren wird.
